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Sozialleben
Wie viele andere Wal- und Delfinarten auch sind Große Tümmler
soziale Tiere, die in großen Familiengruppen (so genannten Schulen)
leben. Von Wissenschaftlern bereits gut erforschte in Küstengewässern
lebende Populationen umfassen zum Beispiel zwischen 100 und 200 Tiere.
Aber es gibt auch Ausnahmen, v.a. Männchen leben immer wieder als
Einzelgänger. In den Schulen verbringen die Tiere meist die Zeit
mit ihren Altersgenossen - die weiblichen Tiere und ihr Nachwuchs ziehen
zusammen durch das Wasser, die älteren Jungtiere verbringen die
meiste Zeit miteinander und die erwachsenen Männchen bleiben ebenfalls
unter sich.
Was
frisst der Große Tümmler?
Der Große Tümmler ernährt sich hauptsächlich von
Fischen, Kleinkrebsen und Tintenfischen. Seine Jagdmethoden variieren,
in South Carolina, USA, wurden Große Tümmler beobachtet,
wie sie Fische bis nah an die Küste verfolgten und sich dann an
den Strand rollten, um sie zu schnappen. Im Golf von Mexiko betäuben
Große Tümmler ihre Beute mit Schlägen der Schwanzflosse
und sammeln sie dann von der Wasseroberfläche ein.
Wo kommt
der Große Tümmler vor?
Der Große Tümmler kommt im Atlantik, im Pazifik und im Indischen
Ozean vor, allerdings findet man ihn nicht in den Polarmeeren. Er ist
auch in vielen Binnenmeeren heimisch, wie z.B. dem Schwarzen Meer, dem
Roten Meer oder dem Mittelmeer.
Großer
Tümmler in Not!
Auch wenn der Große Tümmler als Art nicht vom Aussterben
bedroht ist, so sind es einige vor allem in Küstengewässern
lebende Populationen, denen Jagd und Delfinfang (z.B. für Delfinarien),
Lebensraumverlust, chemische und akustische
Meeresverschmutzung und Fischernetze, in denen sich die Tiere
verfangen, stark zusetzt.
Hilfe
für den Großen Tümmler
Die Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS
führt gemeinsam mit der Universität Aberdeen in Schottland
ein Schutzprojekt durch. Im Moray Firth, einem Meeresarm an der schottischen
Küste, erforschen sie die letzte ortsansässige Population
Großer Tümmler in der Nordsee mit derzeit 130 Tieren, die
durch die zunehmende Zerstörung ihres Lebensraumes bedroht ist.
Ziele des Projektes sind die Erforschung der Sozialstrukturen sowie
der Lebensgewohnheiten der Delfine und die Errichtung eines Schutzgebietes.
Denn nur so kann das Überleben dieser Gruppe gesichert werden.
Durch die Übernahme einer Patenschaft für einen Großen
Tümmler kann jeder und jede dieses Projekt unterstützen! Die
vier zur Auswahl stehenden Patendelfine gibt es wirklich, es handelt
sich dabei um Delfine, die im Rahmen dieses Schutzprojektes in der Nordsee
studiert werden.
Faszinierendes
und Spannendes in Kürze
- Nach
der Geburt ihres Kalbes
stößt die Mutter immer wieder den gleichen Pfiff aus. Der
Nachwuchs lernt auf diese Weise, seine Mutter auch unter anderen Mutter-Kalb-Gruppen
wiederzufinden.
- Weibliche
Große Tümmler leben gewöhnlich länger als männliche
Tiere und können über 50 Jahre alt werden. In Delfinarien
werden die Delfine aber selten so alt.
- Wissenschaftliche
Beobachtungen deuten darauf hin, dass Große Tümmler ihre
Beute mit sehr lauten Geräuschen betäuben können.
- In
der brasilianischen Stadt Laguna "arbeiten" Fischer und
Große Tümmler zusammen, indem die Delfine die Fische Richtung
Strand treiben, wo die Männer und Frauen mit ihren Netzen warten.
Wenn die Delfine sich an der Wasseroberfläche zur Seite rollen,
wissen die Menschen, dass sie ihre Netze auswerfen müssen, um
die herannahenden Fische zu fangen. Die Fische, die den Netzen entkommen,
schwimmen direkt ins Maul der wartenden Delfine.
- Der
Große Tümmler zählt zu den aktivsten Delfinen. Oft
kann man ihn beim Reiten auf Bugwellen, Surfen, Springen und Schlagen
mit der Fluke beobachten. Manchmal scheint er auch mit Tang, Korallen
oder anderen Tieren "zu spielen".
- Sein
englischer Name "Bottlenose dolphin" heißt übersetzt
"Flaschennasen-Delfin" und weist auf seine charakteristische
Schnauze hin.
Webtipp
Mehr Informationen zu weiteren Wal- und Delfinarten:
www.wdcs-de.org
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Viele Aktionen zum Thema "Großer Tümmler".
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