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Die Wale fressen uns den Fisch weg!
Ein zynischer Kommentar von Olympiasegler Andreas Hanakamp von Bord der Cuba Libre.
 Es muss wohl wirklich so sein wie Japan und andere Walfang-Nationen behaupten, denn wie soll es sonst zu erklären sein, dass wir seit der Karibik keinen Fisch mehr gefangen haben. Derweil wäre es so einfach: Könnten nicht die Wale den Müll fressen, den wir während der letzten Wochen im Atlantik gefunden haben und stattdessen uns die Fische lassen? Plastikplanen, Netzteile, abgerissen Bojen, Styropor, Kanister und Kübel haben doch einen viel höheren Brennwert als ein kleiner Thunfisch. Sogar den Köder haben uns, wie ich vermute, die Wale, abgerissen und einen Plastikfetzen auf den Haken gehängt, damit wir ihnen nicht den Fisch wegfressen. Julia von der WDCS hat mir aber erzählt, dass das Spiel Plastik auf Fischerhaken zu hängen sich manchmal von selbst rächt, da sich das Plastik am Wal verhängen kann und dann am Kopf des Wals einwächst. Aber wir wissen, ja, die Strafe folgt oft auf der Schwanzflosse (oder so ähnlich). Wie wir immer wieder hören, werden Delfine dabei ertappt, dass sie Fischernetze durchlöchern möchten, bei dem Versuch dann aber scheitern und ertrinken. Selber schuld, oder? Zum Glück gibt's jetzt delfinsicheren Thunfisch.
Aber wir wehren uns. Wir verkleinern die Maschengröße bei den Fischernetzen und kippen das uns von den Walen auferzwungene Walfangverbot bei der letzten IWC Konferenz. Wie ich gehört habe, hat Dänemark den Mut aufgebracht, sich den Walen zur Wehr zu setzen und für die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs zu stimmen. Dann werden bald nicht nur wir keine Fische fangen, sondern auch die Wale nicht. Das habts jetzt davon ihr Wale und Delfine! |