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Olympiasegler plädiert für Ruhe im Meer
Die Geräusche der Natur zu hören ist für den Olympiasegler Andreas Hanakamp eines der Wunder des Segelns weitab der Zivilisation.
"Für mich ist das Besondere an Langfahrten über Ozeane eine Ähnlichkeit mit dem Bergsteigen. Weitab der Zivilisation spüre ich nicht nur Ruhe, sondern auch Stille. Wenn kein Wind geht, absolute Stille, ohne permanentem Hintergrundrauschen durch Städte, Menschen und Verkehr. Wenn Wind kommt, höre ich wie das Boot zu leben beginnt, wie die Bugwelle leise zu säuseln beginnt. Und wenn das Boot schneller wird, ist das Rauschen eine der Wahrnehmungen, die mir helfen, das Boot zu steuern. Beim Sturm wird es ein Tosen und beim Hurrikan ein Dröhnen, Kreischen und Röhren, wie es in der Natur sonst nicht vorkommt.
Wie würde es mir gehen, wenn ich bei Windstille plötzlich das Dröhnen eines Hurrikans hören würde? Die Verwirrung wäre wahrscheinlich grenzenlos! Das Hören würde mit anderen Wahrnehmungen nicht übereinstimmen, ich wüsste momentan nicht, was richtig zu tun wäre.
Ähnlich muss es den Meerestieren gehen, wenn Schifffahrt, Unterwasserarbeiten und militärische Übungen die Geräuschkulisse im Meer verändern. Plötzlich gibt es auch im Meer dieses Hintergrundrauschen, an das wir uns im täglichen Leben schon so gewöhnt haben.
Besonders schlimm muss es für Wale und Delfine sein, die sich noch dazu mithilfe der Geräusche orientieren. Ich glaube, dass es wichtig ist, Ruhe im Meer zu halten und möchte darauf durch die Partnerschaft mit WDCS hinweisen."

Andreas Hanakamp und sein Team setzen sich auf ihrem aktuellen Segeltörn gegen Lärm im Meer und für den Schutz von Walen und Delfinen ein.
Näheres zu dem Segeltörn
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